Kalibrierdokumente

Kalibriersiegel mit QR Code

Erst mit dem Kalibrierschein können alle Daten, Funktionen und Spezifikationen eines Prüfmittels von Kollegen, Kunden oder bei Audits eingesehen und nachvollzogen werden. Das Besondere bei esz: ISO-Kalibrierungen weisen die gleiche lückenlose Rückführung, Vorgaben und Qualitätsmerkmale wie DAkkS-akkreditierte Kalibrierungen auf. Denn esz unterscheidet weder bei den Messverfahren und Messreihen noch bei den Prozeduren und Anforderungen zwischen DAkkS und ISO Kalibrierscheinen. Ein deutlicher Mehrwert für Sie.

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Kalibrierschein der esz AG

Den Kalibrierschein erhalten Sie schnell und unkompliziert zusammen mit Ihrem Messgerät. Sie selbst entscheiden, ob Sie das Kalibrierzertifikat digital als pdf-Dokument oder als Papierdokument möchten. Dabei setzt esz trotzdem auf nachhaltigen Umweltschutz gerade bei langen Messreihen mit vielleicht hunderten von Papierseiten: Denn der auf Papier gedruckte Kalibrierschein enthält als Kurzübersicht die Informationen zum Kalibriergegenstand und -verfahren, die Umgebungs- und Messbedingungen, den Ort der Kalibrierung, Informationen zu den Messunsicherheiten und die Auswertung über die Lage der Messwerte innerhalb oder außerhalb der Spezifikation. Ihren vollständigen Kalibrierschein inklusive detaillierter Messwerte erhalten Sie in digitaler Form als pdf über unser Kalibrierscheinportal oder Ihren asset expert-Zugang. Einfach den abgedruckten QR-Code scannen oder den Download über die angegebenen Zertifikatsdaten starten. Nutzen Sie unser digitales Archiv oder die Möglichkeit, den vollständigen Kalibrierschein digital abzulegen ohne diesen zusätzlich einscannen zu müssen. So kann eine Vielzahl von Mitarbeitern zeitlich unbegrenzt auf den Kalibrierschein zugreifen und Sie minimieren den Ablageaufwand. Gleichzeitig sparen Sie Papier ein und unterstützen so den Umweltschutz.

Die Einführung eines neuen Corporate Design der esz AG sowie die Zurückziehung der Schrift DAkkS-DKD-5 („Anleitung zum Erstellen eines Kalibrierscheines“) erforderten eine Anpassung der Kalibrierscheine an das neue Design. Im Zuge dessen wurden die Deckblätter und Folgeseiten grundlegend überarbeitet. Weitere Informationen finden Sie hier

Der Kalibrierschein

esz-Kalibrierscheine enthalten neben grundlegenden Informationen wie Kalibriergegenstand und -verfahren, Umgebungs- und Messbedingungen, Ort der Kalibrierung und Informationen zu den Messunsicherheiten weitere wichtige Details:

DIN EN ISO/IEC 17025 konform: Das esz Qualitätsmanagementsystem erfüllt alle Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025:2018. esz-Kalibrierscheine sind nach den Kriterien aus Abschnitt 7.8 der Norm gegliedert und aufgebaut.

Werkskalibrierungen im vollen DAkkS-Umfang: Egal ob es sich um eine ISO-/ Werkskalibrierung oder um eine DAkkS-akkreditierte Kalibrierung handelt: Kalibrierverfahren, Messreihen, Qualität und Kalibrierumfang werden bei der esz AG nicht unterschieden. Werkskalibrierungen wickeln wir in demselben Umfang und unter denselben Bedingungen ab, wie akkreditierte Kalibrierungen. Die Leistungen unterscheiden sich lediglich durch das Deckblatt des Kalibrierscheins und das Akkreditierungssymbol. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Live-Messwerte der Umgebungsbedingungen: Statt pauschalen Intervallen der Umgebungsbedingungen enthalten esz Kalibrierscheine die Echtzeitmesswerte von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, die während der Kalibrierung im esz-Labor genau gemessen wurden.

Umgebungsbedingungen

Detaillierte Rückführkette: Neben dem Akkreditierungssymbol garantiert der esz-Kalibrierschein mit der Darstellung der ununterbrochenen Rückführkette der Prüfmittel und Kalibriereinrichtungen die metrologische Rückführbarkeit auf das SI-Einheitensystem bzw. auf die zugrundeliegenden messtechnischen Referenzen.

Rückführkette

Grafische Messwertdarstellung: Die Messschritte werden grafisch als Zeilendiagramm dargestellt. Damit ist auf den ersten Blick erkennbar, ob und wie gut die Toleranzen des Prüflings relativ zum Sollwert eingehalten werden.

Diagramm

| 1: Untere Spezifikationsgrenze | 2: Eingriffsgrenze | 3: Kalibrierwert | 4: Messwert inkl. Messunsicherheit | 5: Obere Spezifikationsgrenze | 6: Normiertes Toleranzfeld |

Genaue Risikoauswertung: Jeder Messschritt wird auf das spezifische Risiko der Konformitätsaussage geprüft (Konformitätsprüfung). Sechs Fälle können in der Spalte „Bemerkung“ auftreten:

  • Bestanden - ohne Bemerkung: >95 % Wahrscheinlichkeit sicher innerhalb der Spezifikation (ILAC G8:09/2019 Fig.5,Pass)
  • !: Eingriffsgrenze überschritten, >95 % Wahrscheinlichkeit sicher innerhalb der Spezifikation
  • Bedingt bestanden - ?: unter Berücksichtigung der Messunsicherheit (MU) mit einer Wahrscheinlichkeit >50 % bis 95 % innerhalb der Spezifikation (ILAC G8:09/2019 Fig.5, Conditional Pass)
  • ?!: über der Eingriffsgrenze jedoch unter Berücksichtigung der MU mit einer Wahrscheinlichkeit >50 % bis 95 % innerhalb der Spezifikation
  • Bedingt nicht bestanden - X?: unter Berücksichtigung der MU mit einer Wahrscheinlichkeit >50 % bis 95 % außerhalb der Spezifikation (ILAC G8:09/2019 Fig.5, Conditional Fail)
  • Nicht bestanden: >95 % Wahrscheinlichkeit sicher außerhalb der Spezifikation (ILAC G8:09/2019 Fig.5, Conditional Fail)

Normkonforme Entscheidungsregeln: Über die sogenannte „ILAC-Auswertung“ (ILAC = International Laboratory Accreditation Cooperation) werden in esz-Kalibrierscheinen die festgelegten Entscheidungsregeln und deren Messschrittkennzeichnung festgelegt (im Beispiel in Rot jeweils nicht in Übereinstimmung mit den Spezifikationen):

ILAC Auswertung

  • Keine: Entscheidungsregel entsprechend ILAC-Auswertung “PASS”, es erfolgt jedoch keine Risikokennzeichnung, das heißt Fragezeichen werden während der Kalibrierung und im Kalibrierzertifikat nicht angezeigt.
  • PASS: Standard-Entscheidungsregel gemäß esz QM-System der esz AG. Messergebnisse gemäß ILAC-G8:09/2019 Fig. 5, Pass und Conditional Pass werden als übereinstimmend mit den Spezifikationen bewertet. Fälle nach ILAC-G8:09/2019 Fig. 5, Conditional Fail und Fail gelten als nicht übereinstimmend mit den Spezifikationen.
  • FAIL: Entscheidungsregel nach DIN EN ISO 14253-1:2018-5.2 (auf Kundenwunsch). Messergebnisse gemäß ILAC-G8:09/2019 Fig. 5, Pass werden als übereinstimmend mit den Spezifikationen bewertet. Fälle nach ILAC-G8:09/2019 Fig. 5, Conditional Pass, Conditional Fail und Fail gelten als nicht übereinstimmend mit den Spezifikationen.

Umfangreiche Berichterstattung: Neben der Konformitätsaussage über die Übereinstimmung mit den Spezifikationen enthalten esz-Kalibrierscheine umfangreiche Daten und Begriffe, wie

  • Abweichung: Angabe der Differenz zwischen Messwert und Kalibrierwert der Messgröße
  • Bem.: Konformitätsprüfung pro Messschritt (ILAC-Auswertung)
  • Eingriffs-/Warngrenze: standardmäßig auf 80 % gesetzt und kundenspezifisch anpassbar
  • Konformitätsbewertung: Darlegung, dass festgelegte Anforderungen erfüllt [„in Toleranz“] oder nicht erfüllt [„außer Toleranz“] sind , das heißt Feststellung der Übereinstimmung von Messungen mit den Spezifikationen (erfolgreiche Konformitätsprüfungen je Messschritt). Die Festlegung der Spezifikationen auf Herstellerangaben oder Anwendungsanforderungen erfolgte im Rahmen der Auftragserteilung.
  • MU: Messunsicherheit; Schätzwert für den Bereich, in dem der Kalibrierwert einer gemessenen Größe liegt, ermittelt nach EA 4/02
  • Spezifikation - Vorgabe über die akzeptierten Eigenschaften eines Gerätes durch den Anwender:

– %rdg: Prozent vom Messwert (reading = Anzeige) – D: Digit (niederwertigste Stelle der Anzeige) – FS: Full Scale (Bereichsendwert) – ppm: parts per million (10-6) – ppb: parts per billion (10-9) – rdg: reading (Anzeige)

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Das Kalibriersiegel

Kalibriersiegel

Sicherheit und Vertrauen sind unsichtbar. Mit dem Kalibriersiegel von esz nehmen diese Schlüsselbegriffe für Qualität und Verlässlichkeit aber Gestalt an: Nach der Kalibrierung wird jedes Messgerät mit einem Kalibriersiegel versehen. Dieses enthält neben der eindeutigen Kalibrierscheinnummer, dem Kalibrierdatum und dem Datum der nächsten Kalibrierung auch einen QR-Code, der Ihnen, Ihren Anwendern und Ihren Auditoren die Arbeit mit Ergebnissen und Messwerten vereinfacht. Der Code kann anhand einer App mit jedem Smartphone, Tablet oder einem entsprechenden Handscanner gelesen werden. Sie haben so innerhalb von Sekunden Zugriff auf den jeweiligen Kalibrierschein des Messgerätes als pdf-Dokument. Der Code besteht aus einer 128-Bit-starken GUID (Global Unique Identifier) mit über 3,4 · 10^38 (entspricht einer 34 mit 37 Nullen) möglichen Kombinationen (zum Vergleich: Die Anzahl der möglichen Kombinationen beim Lotto 6-aus-49 beträgt etwa 3,4 · 107). Neben der hohen Sicherheit gibt es aber noch einen weiteren Unterschied im Vergleich zur Gerätekennzeichnung anderer Kalibrierlabore: Der QR-Code ermöglicht nur den Zugriff auf den Kalibrierschein des Messgerätes, nicht aber das Lesen oder Ändern aller Daten des Prüfmitteleigentümers.

Sie profitieren also von der hohen Verschlüsselung und Datensicherheit verbunden mit dem blitzschnellen Abruf der relevanten Informationen. Der Einsatz der neuen Kalibriersiegel vereinfacht und beschleunigt den Abruf von Kalibrierscheinen und erhöht die Transparenz für den Anwender und in jedem Audit.

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