Lexikon Kalibrierung - D

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DAkkS

Deutsche Akkreditierungsstelle: Aus den in Deutschland tätigen Akkreditierungsstellen im Jahr 2010 gebildete einheitliche Stelle des Bundes, der Länder und des BDIs. Gemäß Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 mussten die Mitgliedstaaten ab 01.01.2010 eine einzige nationale Akkreditierungsstelle benennen. Dieser Aufforderung folgend wurde in Deutschland die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) errichtet, die die Anforderungen der EG Verordnung (EG) erfüllt. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Akkreditierungsstelle (AkkStelleG) am 07.08. 2009 wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung der nationalen Akkreditierungsstelle in Deutschland geschaffen. Die DAkkS wurde gemäß AkkStelleG beliehen und führt dementsprechend in Deutschland alle Akkreditierungen von Konformitätsbewertungsstellen (KBS) wie Prüf- oder Kalibrierlaboren durch. In diese GmbH wurden die bisherigen EA-Mitglieder DGA (ehemals DACH, DAP und TGA/DATECH) und DKD (Organisationserlass des BMWi) übergeleitet. Die DAkkS deckt die bisherigen Tätigkeitsfelder von DGA und DKD vollständig ab. Die Akkreditierungen von DACH, DAP, TGA/DATECH und DKD sind bis zum Auslaufen im Jahr 2015 gültig und werden durch die DAkkS überwacht. Sie führt Akkreditierungen in den folgenden Bereichen durch: Prüflaboratorien, Kalibrierlaboratorien, Medizinische Laboratorien, Produktzertifizierung, Managementzertifizierung, Personenzertifizierung, Inspektionsstellen, Ringversuchsanbieter, Referenzmaterialhersteller. mehr »

Deutscher Kalibrierdienst (DKD)

Vereinigung von Kalibrierlaboratorien in Deutschland, die von der Akkreditierungsstelle überwacht werden. Durch diese Überwachung wird sichergestellt, dass Prüfmittel von sachkundigen Technikern rückführbar auf Normale der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt kalibriert werden. Seit 2011 ist der DKD wieder offiziell unter die Schirmherrschaft der PTB gestellt worden. Formelle Akkreditierungstätigkeit der DAkkS und wissenschaftlich / technische Arbeit werden seitdem voneinander getrennt. Der DKD stellt mit seinen Laboren und Fachausschüssen die fachliche Kompetenz und das Bindeglied zwischen industriellen Messwesen und des gesetzlichen Auftrags der PTB zur Weitergabe der Einheiten in Deutschland sicher. mehr »

DIN EN ISO /IEC 17025

Diese internationale Norm legt Qualitätsstandards für Prüf- und Kalibrierlaboratorien fest. Es wird im Wesentlichen ein Qualitätssicherungssystem wie das der Normenfamilie ISO 9000, fachkundiges Personal, hohe Kompetenz, sowie die Rückführbarkeit der verwendeten Messmittel gefordert. Die im Deutschen Kalibrierdienst akkreditierten Labore müssen u.a. die Anforderungen dieser Norm erfüllen und werden regelmäßig überwacht.

DIN EN ISO 9000 / 9001

Die wichtigste europäische Normenreihe für die Qualitätssicherung (auch als EN 29000). Sie fordert eine Dokumentation aller Abläufe in einer Firma, rückführbare Kalibrierungen sowie eine Prüfmittelüberwachung. Über die tatsächliche Qualität der erzeugten Produkte wird aber keine Aussage getroffen.

DAkkS- / DKD-Kalibrierung

Eigentlich "DAkkS akkreditierte DKD Kalibrierung" genannt. Kalibrierscheine dieses Leistungsumfanges werden durch die Akkreditierungsstelle überwacht und tragen das Logo des Akkreditierers und zur internationalen Anerkennung das ILAC-MRA (multilaterales Abkommen) Symbol. Die Rückführbarkeit der darin enthaltenen Messwerte auf ein nationales Normal muss daher nicht detailliert angegeben sein, diese wird durch die Akkreditierungsstelle selbst garantiert. Form, Aufbau und Inhalt werden durch die Akkreditierungsstelle definiert und stellen damit die Konformität mit den Inhalten der DIN EN ISO/ IEC 17025 her. Die Auswahl der Messpunkte kann sofern vorhanden auf Basis von nationalen Richtlinien oder DKD Richtlinien erfolgen, wird durch den Kunden definiert oder im Rahmen der Regeln der Technik durch das Kalibrierlabor vorgegeben.