esz AG stellt nach zwei Jahren Arbeit Calibration Expert vor

Mit Calibration Expert startet die esz AG calibration & metrology eine neue richtungsweisende Generation von Kalibriersoftware: Standort und Plattform unabhängig können Kalibrierungen vom Messschieber bis hin zum High-End-Messgerät erfolgen. Zeiteffizient sowie um formale Fehlerquellen bereinigt, erhält der Anwender am Ende einen Kalibrierschein.

Einen immensen Invest hat die esz AG in die Entwicklung der Software gesteckt. Antrieb war, eine auf Mircrosoft net, C# und Webdiensten basierende Softwarelösung zu entwickeln, welche die bisherigen Anwendungen nicht nur in Details abhängt, sondern den Markt revolutionieren soll. Nach zwei Jahren Entwicklung in einem siebenköpfigen Team liegt jetzt Calibration Expert auf dem Tisch.

„Unsere Techniker sollen sich wieder voll auf die Messaufgabe konzentrieren können, ohne über Datenabgleich, Formulierungen, Darstellungen oder Übersetzungen nachdenken zu müssen", sagt Katja Stark, Leiterin des Softwareprojektes. Solch eine Lösung war bislang nicht am Markt verfügbar, also hat die esz AG das Heft selbst in die Hand genommen.

„Die Vorzüge von Calibration Expert sind wegweisend: Standort unabhängig und Internet basiert. Jede Kalibrierung wird aktuell vom Server geladen. Damit arbeitet jeder Techniker mit den aktuellsten Kalibrierverfahren, egal wo er sich dazu befindet. Es gibt keine lokalen Insellösungen mehr,“ führt Stark weiter aus. Dabei wird die Kalibrierprozedur eindeutig vorgegeben, Fehler bei der Ausführung sowie Formalfehler werden nahezu ausgeschlossen. Maximale Qualität in kürzest möglicher Zeit, mit anschließendem Kalibrierschein nach Vorgaben der DIN EN ISO/ IEC 17025.

Calibration Expert soll möglichst schnell aus den Kinderschuhen herauswachsen, daher wird die Entwicklung weiter permanent vorangetrieben: Programme wie Fluke MET/CAL oder QMSOFT sollen in naher Zukunft über Schnittstellen in Calibration Expert eingebunden werden können. Derzeit läuft zwar „nur“ die Beta-Phase des Produktivsystems im internen esz-Gebrauch äußerst erfolgreich, aber bis Ende des Jahres soll der Anteil der durch Calibration Expert erstellten Kalibrierscheine kontinuierlich wachsen. Das Niveau der Kalibrierungen im ISO-Bereich wird dann voraussichtlich auf dem des DKD-Labors liegen.

Der logisch nächste Schritt ist dann nur noch die Eroberung von Marktanteilen: Mittel- oder langfristig soll es Kunden ermöglicht werden, die Software in Kombination mit Kalibrierprozeduren – in einem Lizenzverfahren – zu nutzen. Dann wird der esz-Firmensitz in Eichenau zum Fixpunkt in der Kalibrierlandschaft, an dem vielleicht keiner mehr vorbeikommt. Oder aber alle hinwollen.

30.04.2010

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